Gelassenheit

Häufig wird dieser Begriff meines erachtens falsch interpretiert. Viele Menschen gehen davon aus, dass Gelassenheit einer Unbekümmertheit, ja womöglich einer Gleichgültigkeit gleich kommt. Dies ist allerdings nicht der Fall. 

Sein lassen

Gelassenheit bedeutet, Gegebenheiten und Umstände so sein zu lassen wie sie eben gerade sind. Hierzu zählen innere- wie äußere Umstände. Sie können innerlich angespannt sein, dies aber achtsam mit Gelassenheit betrachten, indem Sie dem was ist keinen Widerstand leisten. Dies bedeutet in keinster Weise, dass Sie nicht handeln sollen falls dies erforderlich ist. Jedoch entspringt dieses intelligente Handeln in der Regel dem eigenen inneren Impuls, der sich intuitiv einstellt, sobald Sie keinen Widerstand leisten.

WuWei

Es gibt im Taoismus den Begriff “WuWei”  der diese Art des intelligenten Handelns beschreibt. Laotse ein alter chinesischer Weiser, soll diesen Begriff und damit diese Form des “Handeln im Nichthandeln” ins Leben gerufen haben. Hier wird beschrieben, dass eine Handlung nicht gegen die Wirkkräfte des TAO oder auch Dao ausgeführt werden sollte. Wer sich hierzu näher informieren möchte, dem empfehle ich Lektüre aus meiner Bücherliste von Alan Watts oder Theo Fischer.

Wie lässt sich Gelassenheit erreichen?

In allererster Linie durch Akzeptanz. Die Dinge sind zuerst einmal so wie sie sind, ob uns das nun gefällt oder nicht. Leider fällt uns in der heutigen Gesellschaft die Akzeptanz immer schwerer, gilt doch meist das Prinzip “schneller, weiter, höher”. Freilich lassen sich angenehme Umstände sehr viel einfacher akzeptieren als unangenehme. Jedoch erschaffen wir Leid, wenn wir den Gegebenheiten des Lebens mit Widerstand begegnen. Begegnen Sie jedoch jeglicher Situation mit beobachtender Achtsamkeit und Akzeptanz und ohne Widerstand, so ist das von mir beschrieben Handeln, oder auch Nichthandeln möglich. Durch Achtsamkeitstraining und Meditation, lässt sich das “Sein Lassen” in eine formelle Übung übertragen. Dies führt nach einiger Zeit dazu, das Ihnen diese Art den Geschehnissen des Lebens zu begegnen in Fleisch und Blut übergeht.