Achtsamkeit Online

Seit einigen Jahren beginnt Achtsamkeit zunehmend stärker in den Fokus des öffentlichen Interesses zu rücken. Sowohl in modernen Psychotherapieverfahren wie z.B. der ACT (Aktzeptanz- und Commitmenttherapie), aber auch in der breiten Bevölkerung gewinnt die Achtsamkeit immer mehr an Bedeutung.

Achtsamkeit entsteht jedoch nicht nur dadurch, dass Sie sie sich entscheiden ab sofort achtsamer zu sein, sondern indem Sie sich mit Disziplin regelmäßig in Achtsamkeit üben.

Achtsamkeits-training

Meditation ist eine Möglichkeit, Achtsamkeit zu trainieren. 

Tatsächlich lässt sich dieser Prozess, der bewussten Schulung des Geistes mit einem sportlichen Training vergleichen. Auch hier ist Regelmäßigkeit und Disziplin der Schlüssel zum Erfolg.

In meinen Achtsamkeitsseminaren geht es mir jedoch nicht nur um das gemeinsame Training. Es geht mir auch darum, ein Bewusstsein für die heilsame Wirkung der Achtsamkeit zu schaffen und wie Sie dies in den Alltag übernehmen können.
Achtsamkeitstraining

Was ist eigentlich Achtsamkeit?

Wir leben in einer Zeit, in der wir sehr oft unachtsam mit uns und unserem Umfeld umgehen. Groß scheint die Verführung der Flut medialer Eindrücke. Die Vielzahl an Zerstreuungsmöglichkeiten, die einen kurzfristigen »Kick« versprechen, sind leider wenig nachhaltig und auf Dauer unbefriedigend. Wir entwickeln kaum noch ein Gespür dafür, was uns wirklich wichtig ist und wie wir unser Leben selbstbestimmend gestalten können.

Entschleunigung ist angesagt, den »Autopilot« ausschalten und mehr Achtsamkeit für die inneren und äußeren Gegebenheiten sind wichtig.

Achtsamkeit ist eine umfangreiche Ressource für das Leben, die neben der Bewusstseinsentwicklung eine große Wirkung auf Gesundheit, Stressbewältigung und menschliche Beziehungen hat.

Der Begriff »Achtsamkeit« hat seine Wurzeln im Buddhismus.

In einem Buch habe ich einmal folgende Definition gefunden, die mir sehr passend erscheint:

Achtsamkeit ist das aufmerksame und unvoreingenommene Beobachten aller Phänomene, um sie so wahrzunehmen und zu erfahren, wie sie in Wirklichkeit sind, ohne sie emotional oder intellektuell zu verzerren.

Sole-Leris, 1994

Aber nicht nur in der buddhistischen Psychologie, sondern auch in der westlichen Psychologie gewinnt Achtsamkeit immer mehr an Bedeutung.

Dr. Jon Kabat-Zinn entwickelte in den späten 1970er Jahren das Mindfulness-Based Stress Reduction Programm (MBSR). Dieses Programm wird mittlerweile in vielen Kliniken weltweit angeboten.
Beim Üben von Achtsamkeit, lernen Sie Ihre Aufmerksamkeit gezielt auf etwas zu lenken, denn meist läuft dies nach einem bestimmten Muster ab (Autopilot). Des Weiteren lernen Sie Ihren Geist auf die Gegenwart zu richten, denn meist vergessen wir, dass wir lediglich in der Gegenwart existieren und auch nur den jeweiligen gegenwärtigen Augenblick unmittelbar erfahren können.

Letzendlich kann dies nur der Versuch sein, Achtsamkeit intelektuell zu erklären. Dies ist so ähnlich, als wollte ich Ihnen beschreiben wie eine Banane schmeckt, wenn Sie noch nie zuvor eine gegessen haben.

Was bringt mir Achtsamkeit?

Das wichtigste Ziel der Achtsamkeitspraxis ist, mit sich selbst in Kontakt zu kommen.

Durch das Beobachten und die Aufmerksamkeit, die wir dem gegenwärtigen Moment entgegenbringen, treten wir mit unserem »Selbst« in Kontakt. Wir erkennen »Was ist«. Dieses Eintreten in das »So sein«, lässt uns mit der Zeit die Dinge erkennen, wie sie wirklich sind. Dies führt nach längerer Praxis zu Gelassenheit und Mitgefühl für alle fühlenden Wesen.

Auch die Wissenschaft, attestiert der Achtsamkeit bedeutende, gesundheitsfördernde Wirkungen. So wurde festgestellt, das eine längere Meditationspraxis nachhaltig das Gehirn verändert.
Man spricht dabei von Neuroplastizität. Demnach ist das Gehirn von Meditierenden besser in der Lage, auf Veränderungen zu reagieren.

Auch in der Psychotherapie wurde Achtsamkeit als eine Möglichkeit erkannt, besser mit Emotionen und dem Gefühlserleben umgehen zu können.

Missverständnis Achtsamkeit?

Wie bei jeder Bewegung, der eine gewisse Aufmerksamkeit geschenkt wird, gibt es nach einiger Zeit auch eine Gegenbewegung. So habe ich vor kurzem einen Artikel gelesen, indem der Achtsamkeit sogar gefährliche Auswirkungen attestiert werden.

Zeit also, mit dem »Missverständnis Achtsamkeit« einmal aufzuräumen.

Eine gute Vorlage bietet mir hierzu die folgende Beschreibung von Jon Kabat-Zin:

Achtsamkeit bedeutet, auf eine bestimmte Weise aufmerksam zu sein: bewusst, im gegenwärtigen Augenblick und ohne zu urteilen. Diese Art der Aufmerksamkeit steigert das Gewahrsein und fördert die Klarheit sowie die Fähigkeit, die Realität des gegenwärtigen Augenblicks zu akzeptieren. Sie macht uns die Tatsache bewusst, dass unser Leben aus einer Folge von Augenblicken besteht. Wenn wir in vielen dieser Augenblicke nicht völlig gegenwärtig sind, so übersehen wir nicht nur das, was in unserem Leben am wertvollsten ist, sondern wir erkennen auch nicht den Reichtum und die Tiefe unserer Möglichkeiten zu wachsen und uns zu verändern.

Die Aufmerksamkeit wird meist nicht in Frage gestellt, jedoch nicht zu urteilen oder nicht zu bewerten, führt wohl häufig zu Missverständnissen.

Wir sind es von Kindesbeinen an gewohnt, Dinge die in unser Bewusstsein treten zu bewerten. Dies geschieht völlig automatisch und ohne unser aktives Zutun. Es entsteht ein Konflikt, denn häufig lehnen wir den derzeitigen Augenblick ab. Dies ist völlig sinnlos, denn der Augenblick ist wie er eben gerade ist, ob wir damit einverstanden sind oder nicht. Akzeptanz bedeutet keineswegs, dass daraus kein Handeln entstehen kann, sondern lediglich, das wir den Moment so wie er gerade ist annehmen und keinen gedanklichen Widerstand leisten. Aus dieser unverzerrten Wahrnehmung heraus, können wir ein intelligentes Handeln entstehen lassen.

Die Kritik, die der Achtsamkeit bezüglich Akzeptanz entgegengebracht wird, ist also völlig unbegründet. Akzeptanz führt nicht automatisch dazu, dass daraus kein der Situation angebrachtes Handeln entstehen kann.

Eine weiterer Kritikpunkt ist, das Arbeitgeber durch Achtsamkeitskurse ihre Mitarbeiter resistenter gegen Stress machen wollen und somit auch deren Produktivität steigern möchten. Dieser Ansatz ist meiner Meinung nach nicht verwerflich, da es grundsätzlich der Gesundheit des Menschen dient, ob nun in der Arbeit oder in der Freizeit. Es dürfte sich hierbei also um eine sog. »Win-Win« Situation handeln, auch wenn ich mir eine andere Motivation des Arbeitgebers wünschen würde.

Ich biete sowohl Achtsamkeitseinführungen, als auch regelmäßige und fortlaufende Achtsamkeits- und Meditationsseminare an.

Bei Interesse erstelle ich Ihnen gerne ein für Sie passendes und unverbindliches Angebot. Um die Details zu besprechen, buchen Sie hierzu bitte ein kostenloses Erstgespräch.