Akzeptanz- und Commitmenttherapie

Bei der Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT) kommen klassische Elemente der Verhaltenstherapie zum Einsatz. Diese werden jedoch ergänzt, durch Achtsamkeits- und akzeptanzbasierte Strategien und einem werteorientierten Handeln. Es wird davon ausgegangen, dass das Überbewerten und die Verschmelzung mit gedanklichen Prozessen (kognitive Fusion), sowie eine Erlebnisvermeidung und das Fehlen werteorientierten Handelns zu psychischen Störungen beitragen kann.

Leid

Wie auch in der buddhistischen Psychologie, werden in ACT zwei Arten von Leid unterschieden. Hier ist gerne von “sauberem” und “schmutzigem” Leid die Rede. Schmutziges Leid entsteht, wenn wir versuchen mittels Strategien (Flucht, Betäubung, etc.) unangenehme oder schmerzhafte innere Empfindungen zu vermeiden. Diese Strategien sind meist sehr uneffektiv, da sie in der Regel nur zeitlich begrenzt funktionieren und mit starken Nebenwirkungen behaftet sind. Wie auch in der klassischen kognitiven Verhaltenstherapie, wird an destruktiven Gedanken gearbeitet.

Gedanken

Jedoch geht es nicht darum, diese Gedanken zu verändern, sondern durch gezielte Übungen (z.B. Meditation) wird versucht, diese Gedanken achtsam zu betrachten ohne mit ihnen zu verschmelzen. Dies hat zur Folge, dass die anschließenden Handlungen nicht mehr zwangsläufig daran ausgerichtet werden müssen.

Werte

Einen großen Bereich nimmt auch die Klärung der eigenen Werte ein (wie möchte ich meine Leben führen, bzw. für was stehe ich und was macht mich aus). Daraus werden anschließend konkrete Handlungsanweisungen (commitments) abgeleitet.  Durch die Kombination der von mir beschriebenen Bereiche, wird ACT häufig auch in dieser Form übersetzt:
Accept (Akzeptieren), Choose (Wählen), Take Action (Handeln)  
Als übergreifendes Coaching- oder Behandlungsziel, durch ein frei gewähltes und werteorientiertes Leben trotz unerwünschter Gedanken und Gefühle, wird in ACT als  “Psychische Flexibilität” bezeichnet.

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